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Praxis Dr. med. Erik-C. Miller |
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Genitalinfektionen mit Bakterien Bakterien
sind die häufigsten
Erreger genitaler Infektionen der Frau; und
hier wiederum
ist es
Chlamydia trachomatis, dass die Hitliste der Erreger einsam
anführt.
1. Chlamydien ![]() Eine Infektion mit Chlamydien ist deshalb so gefährlich, weil es - bei der Frau - nicht so selten zum Verschluss der Eileiter kommt; danach ist eine Schwangerschaft, wenn überhaupt, nur noch nach einer größeren Operation möglich. Infektionen in der Schwangerschaft bedrohen das werdende Kind. Chlamydien sind weiter ein eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose. Sehr wahrscheinlich ist auch ein Zusammenhang zwischen Chlamydien-Infektionen und Morbus Alzheimer. Chlamydieninfektionen äußern sich häufig durch Brennen (und Juckreiz) im äußeren Genitalbereich und Ausfluss (Fluor), also ganz ähnlich einer Pilzinfektion. Meist verspürt die Betroffene auch Bauchschmerzen, besser Schmerzen im Bereich der Eierstöcke und leichter Druck auf die Gebärmutter im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung ist schmerzhaft. Leider unterschätzen viele Frauen derartige Beschwerden. Die ziehenden Bauchschmerzen werden als Bagatelle abgetan, Ausfluss und Juckreiz werden ignoriert. Wird die Infektion gleich am Beginn behandelt, kommt man in 90 % der Fälle mit einer 5-Tage-Therapie mit dem Sulfonamid Cotrim forte oder dem Breitbandantibiotikum Doxycyclin aus. Wird die Infektion verschleppt, kommen leicht weitere Bakterien hinzu, die Therapie wird schwieriger (das Antibiotikum muss nun gegen alle Bakterien wirken) und dauert länger, mindestens 10 Tage. In jedem Fall muss der Partner mitbehandelt werden (gleiches Medikament, gleiche Zeitdauer). Bei einer Routineuntersuchung von 798 englischen Rekruten wurde bei fast 10 % eine Chlamydieninfektion nachgewiesen; nur 12 % der jungen Männer hatten dabei irgendwelche Beschwerden. Vermutlich waren ihre Freundinnen auch betroffen... Denn bei einer Untersuchung 17-jähriger Mädchen in Berlin (266 Untersuchte aus 92 Schulklassen) wurde ebenfalls bei 10 % eine bestehende Infektion mit Chlamydien festgestellt: die bis 15 Jahre alte Mädchen waren bereits zu 3,6 % betroffen. 2. Gardnerella vaginalis Eine weitere häufige Infektion ist die Aminkolpitis mit dem Erreger Gardnerella vaginalis. Aminkolpitis, weil der Ausfluss meist nach Aminen wie Fisch riecht, die Diagnostik ist deshalb sehr einfach. Ihr Gynäkologe kann diesen Geruch mit Kalilauge verstärken.. Die Behandlung ist, wenn nicht verschleppt, ebenfalls sehr einfach (natürlich muss der Partner auch schlucken): 5 Tage Metronidazol (z.B. Arilin®). 3. Andere bakterielle Infektionen sind isoliert eher selten und kommen meist nur zusammen mit Chlamydien oder Gardnerella vor. Zur genauen Identifizierung müssen bakteriologische Kulturen angesetzt werden. Vorteil: Durch das mit angesetzte Antibiogramm wird die Therapie relativ einfach. Sehr selten geworden: Syphilis: In den 90er Jahren schien die Infektion in Westeuropa fast ausgerottet, doch jetzt werden in Deutschland zunehmend Neuerkrankungen festgestellt (RKI): 2001 1.555 Fälle, 2002 2.275 Fällen und 2004 bereits 3.354 Fälle. Tripper: Ganz ähnlich ist die Datenlage hier: Zwischen 1995 und 2000 stieg in Großbritannien die Zahl der gemeldeten Fälle um 132 %. Kann man sich schützen? Ja, man kann. Beachten Sie die allgemeinen Regeln. We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it. Top Next |