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Unser Sonnensystem und die Erde
Kuiper-Gürtel

Eisige Welt am Rande des Sonnensystems in 6,5 Milliarden Kilometern Entfernung von der Erde die Sonne umrundet.
Einige der Objekte sind bereits gesichtet und mit Namen versehen: Der Quaoar (genannt
nach einem Schöpfungsgott amerikanischer Ureinwohner) wurde 2002 vom Weltraumteleskop Hubble gesichtet. Es ist der größte Körper im Sonnensystem, der seit der Entdeckung von Pluto (1930)  aufgespürt wurde und ist etwa halb so groß (1.300 km Durchmesser) wie dieser (3.000 km).

Ein weiteres Objekt, vorläufig Xena genannt, mit einem Durchmesser von 3000 km, also so groß wie Pluto, dass 2003 entdeckt wurde, rechnet man seit dem 24.08.2006 zu den Zwergplaneten.

Nach Ansicht der Forscher dürfte beide Objekte größtenteils aus Eis bestehen, das mit Gesteinsbrocken vermischt ist. Damit ähneln sie der Zusammensetzung von Kometen, was für die Erforschung von Entstehung und Dynamik des Sonnensystems recht interessant wäre.

Wie Pluto liegen
Xena und Quaoar im so genannten Kuiper-Gürtel, einem Band aus eisigen Felsbrocken, das sich über mehrere Milliarden Kilometer jenseits der Neptunbahn ins All erstreckt. Es handelt sich nach Ansicht der Astronomen dabei um ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems. Lange Zeit existierte der Kuiper-Gürtel nur in den Theorien der Forscher (1951), bis 1992 die ersten Objekte in dieser Region aufgespürt wurden; seither wurden mehr als 500 dieser Objekte gezählt, insgesamt sollen es etwa 35.000 Objekte mit einem Durchmesser von mehr als 100 km sein.

Die beiden bislang größten Kuiper-Gürtel-Objekte Ixion und Varuna können der Neuentdeckung bei weitem nicht das Wasser reichen: Beide erreichen lediglich einen Durchmesser von etwa 1000 Kilometern. Dabei wurde die Größe der Objekte nicht wie im Fall von Quaoar direkt gemessen, sondern nur aus der Temperatur abgeschätzt, was ein sehr ungenaues Verfahren ist.

Die Region des Kuiper Gürtel in unserem Sonnensystem beginnt hinter der Umlaufbahn des Neptun und erstreckt sich bis weit hinter der Umlaufbahn des Pluto. Er wurde 1992 entdeckt und nach seinem Entdecker Kuiper benannt; als Mitentdecker gilt Edgeworth der bereits 1943 Ahnungen von der Existenz eines solchen Gürtels hatte.
Die dort befindlichen Objekte werden Trans-Neptun-Objekte (TNO) genannt. Seitdem wird auch der Pluto nicht mehr wirklich zu den Planeten gezählt, sondern als TNO des Kuiper-Gürtels gewertet.
Hier finden sich auch die
Kurzperiodische Kometen; sie können sich nicht aus Kometen der Oortschen Wolke bilden, da eine hierfür benötigte Störung durch die großen Planeten zu ineffektiv ist.

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