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Unser Sonnensystem und die Erde
  Zwergplaneten

Zwergplaneten sind eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am 24. August 2006 in Prag definierte Klasse von Himmelskörpern. Derzeit zählen dazu: Ceres, Pluto, Charon und Xena.

Zahlreiche andere Objekte im Sonnensystem (etwa Vesta, Pallas, Hygiea, Orcus, Quaoar, Sedna, 2005 FY9 oder 2003 EL61) könnten ebenfalls in die Kategorie der Zwergplaneten fallen. Die IAU kündigte für die „nächsten Monate und Jahre“ die Bekanntgabe weiterer Zwergplaneten an. Die Kandidaten werden auf einer so genannten Beobachtungsliste geführt. Zurzeit reichen die für diese Objekte vorliegenden Beobachtungen noch nicht aus, um sicherstellen zu können, dass sie sich im hydrostatischen Gleichgewicht befinden.

Als Zwergplaneten gelten im Sonnensystem jene Himmelskörper, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht (hydrostatisches Gleichgewicht), die jedoch im Unterschied zu Planeten ihre Umlaufbahn nicht von anderen Objekten freigeräumt haben. Die Definition ist jedoch nicht unumstritten, da das letzte Kriterium nicht eindeutig ist. So hat die Erde, klassifiziert als Planet, immer noch etwa zehntausend Objekte in ihrer Bahn. Bei einer exakten Anwendung fällt auch Jupiter in die Zwergplanetenkategorie.

Die Zwergplanet-Kategorie ist eine von insgesamt vier Kategorien, die die IAU für das Sonnensystem festgelegt hat. Die Objekte verteilen sich hiernach auf:

Planeten:
Objekte, die sich auf einer Bahn um einen Stern befinden, über eine ausreichende Masse verfügen, um durch ihre Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden, die Umgebungen ihrer Bahnen bereinigt haben und keine Monde sind.
Zwergplaneten:
Objekte, die sich auf einer Bahn um einen Stern befinden, über eine ausreichende Masse verfügen, um durch ihre Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden, die Umgebungen ihrer Bahnen nicht bereinigt haben und keine Monde sind.
Kleinkörper:
Objekte, die sich auf einer Bahn um einen Stern befinden, über keine ausreichende Masse verfügen, um durch ihre Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden, die Umgebungen ihrer Bahnen nicht bereinigt haben und keine Monde sind. Hierzu gehören die unregelmäßig geformten Asteroiden (Kleinplaneten) und Kometen.
Monde:
Objekte, die sich auf einer Bahn um einen Planeten oder Zwergplaneten befinden und somit die Sonne nur indirekt umkreisen.

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