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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

Kennzeichen: Relativer Mangel am Hormon Insulin   

Jede 3. Schwangere, bei der ein Gestationsdiabetes festgestellt wurde, entwickelt im laufe ihres Lebens einen Diabetes Typ II.  War der Glukosetoleranztest in der Schwangerschaft dagegen negativ, kann eine Frau relativ sicher sein, später nicht an Diabetes zu erkranken. Schon aus diesem Grunde sollte jede Schwangere von ihrem Arzt einen oralen (Glukoseaufnahme durch den Mund) Glukosetoleranztest (oGTT) fordern, der allerdings nur mit 50g (bei Nichtschwangeren mit 75g w) Glukose durchgeführt wird und auf 2 Std. (sonst 3) begrenzt werden kann.

Dazu: Die erste gesetzliche Krankenkasse (DAK) übenimmt seit dem 26.06.2003 die Kosten für einen oGTT; alle Schwangeren erhalten einen Berechtigungsschein, der die Kosten (€ 15) deckt. Bei privat Versicherten zahlt die Kasse schon immer.

Und noch etwas unterscheidet diese Frauen: Wer einen positiven (pathologischen) Test hatte, nimmt später doppelt so viel an Gewicht zu: Nach 15 Jahren bringt sie 15 kg mehr auf die Waage, die anderen Frauen nur 7,5 kg.
In der Schwangerschaft wird bei jeder 10. Schwangeren ein auffälliger Test festgestellt.

Warum?

Ganz einfach. In der Schwangerschaft werden die Zellen gegen Insulin durch ein Hormon der Plazenta (Mutterkuchen) unempfindlich gemacht. Mit diesem Hormon (Humanes Placentares Lactogen, HPL) kann die werdende Mutter die Glukoseaufnahme in die Zelle steuern um den Blutglucosespiegel im Blut sehr konstant zu halten. Damit wird das Kind vor einer zu starken Überflutung mit Zucker und den daraus resultierenden Gefahren, geschützt.

Da die Zellen aber unempfindlicher gegen Insulin werden (wie beim Typ II Diabetes), muss mehr Insulin produziert werden. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) jeder 10. Schwangeren schafft das nicht (wie beim Typ II Diabetes).
Die Schwangere muss also für die Dauer der Schwangerschaft Insulin zuführen (geht bislang nur mit Spritzen), damit weder bei ihr noch bei ihrem werdenden Kind ein Schaden entsteht.

Während man beim Typ II Diabetes wegen der Lebensqualität evtl. mit Tabletten behandelt, geht man in der Schwangerschaft kein Risiko ein und gleicht den steigenden Insulinmangel konsequent aus. Der Insulinbedarf steigt während der Schwangerschaft um 70 %, allerdings ist dies abhängig vom Geschlecht des werdenden Kindes: Wird es ein Mädchen, steigt der Bedarf sogar um 100 %, bei einem Jungen nur um 50 % w.

Da die Notwendigkeit einer Insulintherapie in aller Regel erst ab der 26./28. Schwangerschaftswoche besteht, muss nur für die restlichen 12 bis 14 Wochen der Schwangerschaft Insulin gespritzt werden, dies ist - gemessen am Ziel: Gesundes Kind - auch sicher zumutbar.

Nach der Entbindung muss die Insulinbehandlung normaler Weise nicht fortgesetzt werden. Die Insulinempfindlichkeit der Zellen wird wieder „normal“ (Wegfall des Hormons HPL) und die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) schafft es nun auch wieder den „normalen“ Tagesbedarf an Insulin zu produzieren.

Wird eine Störung des Glukosestoffwechsels also rechtzeitig erkannt (oGTT) und fachgerecht behandelt, ist das Ergebnis ein gesundes Kind und eine gesunde Mutter. Mit Metformin® behandelte Frauen reduzierten ihr Risiko später Diabetikerin zu werden auf die Hälfte! Die Mutter ist aber gut beraten, wenn sie sich im weiteren Leben hinsichtlich ihres Zuckerkonsums sehr bewusst zurück hält und in - lebenslanger - ärztlicher Überwachung bleibt.

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.


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