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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Die Grippe ist wieder im Anmarsch!

Im Gegensatz zu einem grippalen Infekt, ist die Virusgrippe (Influenza mit den Virustypen A und B) eine gefährliche Erkrankung, die vor einigen Jahren 16.000 Todesopfer forderte, 5 Millionen erkrankten. Im vergangenen Jahr verlief die Grippe milder, es erkrankten nur 1,4 Millionen. In diesem Jahr wird dringend empfohlen, sich auch wegen der Vogelgrippe impfen zu lassen, gegen diese drohende Infektion wird ein Impfstoff erst Anfang 2006 zur Verfügung stehen. 
Die Grippe geht immer von Asien aus und hat jetzt wieder unsere Breitengrade erreicht. Die aktuelle Verbreitung in Deutschland können Sie der Karte entnehmen:

grün     geringe Aktivität
gelb     erhöhte Aktivität
rot      hohe Aktivität
Mit freundlicher Unterstützung von RealFlu™,
dem Influenza-Frühwarnsystem von Roche.

Wer sich dafür interessiert, wie sich die "Influenza"-Aktivität in den letzten Tagen und Wochen entwickelt hat, also wie der "Vormarsch" der Viren verläuft: Link .
So genannte "Große Grippewellen", Pandemien, rollen alle 15 bis 40 Jahre. Die schwerste bekannte Pandemie war die Spanische Grippe (1918/19); damals starben 20 Millionen Menschen, davon mehr als 100.000 in Deutschland. 1957/58 folgte dann die Asiatische Grippe mit einer Million Toten und die Hongkong-Grippe (1968/69 ) forderte etwa 800.000 Todesopfer. In Deutschland waren es jeweils etwa 20 - 30.000 Opfer. 

Die Grippeschutzimpfung ist also wieder fällig !


Wer sich regelmäßig ein- oder besser zweimal jährlich impfen lässt, kennt und schätzt den Wert. Wer noch nie geimpft wurde, sollte es sich überlegen und jetzt teilnehmen. Die Zahl von Infekten reduziert sich deutlich. Für den Gewinn an Lebensqualität sollten Sie den kleinen Pikser in Kauf nehmen.

Insbesondere Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen über 60 sind besonders anfällig, hier kommt es auch zu schweren Erkrankungen mit Komplikationen bis hin zu Todesfällen. Immerhin sterben jährlich mehr Menschen durch die Grippe, als durch Verkehrsunfälle, etwa 10 bis 20 Tausend. In den Industrienationen erkranken jährlich 10 bis 30 % der Menschen.

Witz Influenza

(entnommen: Medical Tribune)

Die Grippe verursacht in diesem Jahr (hochgerechnet) allein in Deutschland 4,5 Millionen zusätzliche Arztbesuche, 2 Millionen werden krankgeschrieben und etwa 30.000 sogar ins Krankenhaus eingewiesen.

Dringend empfohlen wird die Impfung besonders Personen mit erhöhter Gefährdung infolge eines Grundleidens bzw. mit expositionellem Risiko, also z.B. Ihrem Arzt oder der Kindergärtnerin.

Mit einer Impfung könnte die Zahl an kardialen (Herz) und zerebrovaskulären (Gehirn) Erkrankungen und Lungenentzündungen um jeweils ca. 20 % gesenkt werden, die Krankenhausaufenthalte würden um 30 % reduziert! Man sollte diese Zahlen besonders vor dem Hintergrund der Kostendiskussion im Gesundheitswesen beachten.
  
Da der Grippeimpfstoff in jedem Frühjahr und Herbst aktuell von der Pharmaindustrie hergestellt wird, ist er nicht unbegrenzt verfügbar, er wird quasi auf Bestellung produziert. Jeder Arzt bestellt seinen geschätzten Bedarf, Nachbestellungen werden oft problematisch. Jetzt wird der Impfstoff für 2005/2006 ausgeliefert.
Für Risikogruppen und auch ältere Menschen über 65 Jahre sollte ein spezieller Power-Impfstopf  (Fluad®) benutzt werden; in diesem Impfstoff ist ein Adjuvans enthalten, dass die Immunantwort, also die Antikörperproduktion, stärker steigen lässt. Effekt: Erkrankungsraten sind gegenüber dem "normalen" Impfstoff um 20 % gesenkt.

Lassen Sie sich am besten gleichzeitig auch gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) impfen, diese Kombination erhöht Ihren Schutz weiter deutlich. Und: An Infektionen mit Pneumokokken sterben jährlich in Deutschland etwa 12.000 Menschen, 80 bis 135 Tausend benötigen einen Krankenhausaufenthalt. Eine Impfung kann ab dem vollendeten 2. Lebensjahr erfolgen und sollte unbedingt ab dem 60. Lebensjahr und von Risikopatienten wahrgenommen werden. Die Impfung ist alle 6 Jahre (bei Kindern unter 10 Jahren alle 3 Jahre) zu wiederholen.


Nehmen Sie zur Impfung Ihren Impfpass mit und lassen Sie überprüfen, ob Ihr Impfstatus noch aktuell ist. Es wird dringend empfohlen, vor der Impfung auszuschlafen. Es wurde nämlich festgestellt, dass die gewünschten Antikörperspiegel bei unausgeschlafenen Probanden nicht einmal halb so hoch lagen, wie die der Ausgeschlafener. Nach 3 bis 4 Wochen war dieser Unterschied aber wieder ausgeglichen.

Melden Sie sich deshalb rechtzeitig an, Sie wissen ja:


Wer zu spät kommt, den bestraft das Virus - eventuell !

Leider setzen sich noch immer über 75 % der Bevölkerung ungeschützt dem saisonalen Ansturm der Grippeviren aus. Selbst bei den Risikopatienten und älteren Menschen liegen die Impfraten unter 50 %. Gegen Pneumokokken ist von dieser Gruppe gar nur jeder 7. Erwachsene geimpft.

Und wenn die Grippe Sie schon erwischt hat?

Auch dann gibt es noch Hoffnung, das Schlimmste zu vermeiden. Innerhalb von 48 Stunden kann noch sehr effektiv geholfen werden. Ihr Arzt verschreibt Ihnen ein Medikament, einen Neuraminidasehemmer (Oseltamivir = Tamiflu®), von dem Sie 7 Tage täglich 75 mg einnehmen müssen; allerdings geht das erst ab dem 13. Lebensjahr. Diese sog. Postexpositionsprophylaxe ist zu 80 - 90 % wirksam.

Kann man sich sonst gegen Grippe schützen? Ja.

Täglich 2 Tabletten Zinkorotat und dazu eine Trinkampulle Selenase - zusammen etwa 2 € täglich - und Sie können Erkältungen vergessen; auch Ihr Risiko, dass sich ein Grippe-Virus bei Ihnen festsetzt, wird deutlich reduziert. Tritt unter dieser Therapie dennoch ein Infekt auf, sollten die Speicher aufgefüllt werden, verdoppeln Sie die jeweilige Dosis für 2 bis 3 Wochen.

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.


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