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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Hormonale Kontrazeption

Die Ägypter zerstoßen schon vor 4000 Jahren Granatapfelkerne, um daraus mit Hilfe von Wachs Scheidenzäpfchen zu rollen. Das Prinzip dieser Verhütungsmethode ist beeindruckend: Der Granatapfel enthält ein natürliches Östrogen, das wie die moderne Pille den Eisprung verhindern kann.

Das Jahr 1951 kann als ein sehr wichtiger Zeitpunkt für den Beginn der Entwicklung der Pille angesehen werden. In diesem Jahr meldete der 1939 aus Wien, damals Teil des deutschen Reiches, in die USA emigrierte Carl Djerassi einen oral aktiv gemachten Abkömmling des weiblichen Geschlechtshormons Progesteron als Antikontrazeptivum zum Patent an.

Der große Durchbruch in Sachen Verhütung gelang aber erst 1958 Gregory Pincus mit der Einführung der "Pille", der hormonalen Kontrazeptiva. Das Geniale war, nicht nur eine höchst zuverlässige ( PEARL-Index 0,5) Methode der Ovulationsunterdrückung zu erreichen, sondern gleichzeitig eine menstruationsähnliche Blutung zu erhalten, die von unschätzbarem psychischen Wert für die Frau ist.

Witz
(entnommen: Medical Tribune)

Die klassische "Pille" besteht aus zwei Hormonen: Einem Östrogen, dem zentralen Hormon der Frau und einem Gestagen, dem Gelbkörperhormon der zweiten Zyklushälfte und der Frühschwangerschaft.
Während heute nach einer
Festlegung der WHO (World Health Organization) aus dem Jahre 1970 alle Präparate ausschließlich das synthetisch hergestellte Östrogen Ethinylöstradiol (EE) in unterschiedlichen Mengen (maximal 50 µg) enthalten, sind es bei den Gestagen sehr viele Verschiedene w und es kommen fast täglich Neue hinzu - wir sind jetzt bereits bei der sog. Dritten Generation. Auch die Gestagene werden, bis auf Chlormadinonazetat, dass aus Pflanzen gewonnen wird, die ausschließlich in Mexiko angebaut werden, synthetisch hergestellt.

Man unterscheidet je nach Zusammensetzung der Pillen Ein-, Zwei- und Dreiphasenpräparate und Sequenzpräparate.
7O % aller Pillen sind heute wieder klassische Einphasenpräparate, also klassische Pincus-Pillen; Übersicht:
w.

Das hat auch einen guten Grund. Den Zyklus einer Frau nachzuahmen macht überhaupt keinen Sinn, er ist nicht das "Normale". Normal ist - aus Sicht der Natur - für eine Frau die Schwangerschaft (keine Regelblutung). Danach Stillzeit (keine Regelblutung) für mehrere Jahre; erst seit die Muttermilch einigermaßen nachgemacht werden kann, kann die Stillzeit begrenzt werden. Ohne Verhütung (und diese ist auch noch nicht so lange bekannt und auch keineswegs im Interesse der Natur die nur ein Ziel, nämlich Reproduktion, kennt) wird eine Frau praktisch sofort wieder schwanger. Und dies wiederholt sich so lange die Frau fruchtbar ist. Mein Großvater hatte noch 11 Geschwister. Da war eine Regelblutung früher die absolute Ausnahme. Noch in der Bibel steht: "Frauen die unrein sind, haben sich abseits zu halten". Gemeint ist mit "unrein" die Menstruation, man wusste es eben nicht besser.

Relativ neu ist die hormonelle Kontrazeption mit einem Vaginalring bzw. einem Pflaster, die wie die "Pille" zum schlucken auch die gleichen Hormone enthalten.

Die hormonellen Kontrazeptiva wirken, indem eine Schwangerschaft vorgegaukelt wird, die Eierstöcke werden ruhig gestellt, ein Eisprung unterbleibt. So wie in einer "richtigen" Schwangerschaft auch.
Der einzige, aber gravierende Unterschied ist: In einer Schwangerschaft wird eine große Menge an Hormonen produziert, die Östrogenspiegel steigen auf das 1000-fache. Unter der Pille ist leider genau das Gegenteil der Fall: Die Eigenproduktion an Hormonen wird nahezu komplett unterdrückt, die durch die "Pille" zugeführten Hormone reichen aber nicht einmal aus, den Hormon-Spiegel Nicht-Schwangerer zu erreichen.
Die "Pille" führt also zu einem allgemeinen Hormondefizit; dies ist auch seit langem bekannt, wird aber nicht sonderlich publik gemacht: Spitzensportlerinnen, die ja pausenlos untersucht werden, leiden fast ausnahmslos unter Osteoporose, wenn sie hormonell verhüten.

Bei Männern enthält die jetzt entwickelte Pille, neben dem synthetischen Testosteron, dass die Spermienproduktion unterdrückt, noch ein natürliches Testosteron um den normalen Testosteronspiegel wieder herzustellen.

Bei der Pille für die Frau ist das noch nicht der Fall. Es ist deshalb sehr sinnvoll, zusammen mit der Pille ein natürliches Östrogen einzunehmen, um das Manko auszugleichen.
In diesem Fall ist die Pille als das optimale und natürlichste Verhütungsmittel anzusehen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt!

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.


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