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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Medizin in der aktuellen Laien-Presse für Sie kommentiert
BILD vom 28.08.2002: MEDIZIN - "Infektion durch Antibiotika"
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Infektion durch Antibiotika

BILD läßt einen Medizin-Experten zu Wort kommen; der Doktortitel soll offenbar einen Arzt vortäuschen. Dieser Mann ist kein Arzt, die von ihm angesprochenen "Milchbakterien" heißen in Wirklichkeit "Milchsäurebakterien" oder nach dem Entdecker, dem Münchner Gynäkologen Döderlein, auch "Döderlein-Bakterien".

Sie sind in der Scheide der Frau - im Darm spielen sie keine Rolle - als natürliche Abwehr vorhanden. Nach einer Therapie mit Antibiotika können diese wichtigen Bakterien - in der Vagina (!) - zerstört worden sein, das Milieu der Vagina bleibt nicht "sauer" (normal pH-Wert um 4) sondern wird basisch mit pH-Werten weit über 8. Dieses Milieu ist dann optimal für die Besiedelung mit Krankheitserregern wie Candida albicans (Pilz) und auch anderen Bakterien (Chlamydien, Gardnerella vaginalis).

Die Antibiotika sind also kein "Dünger" sondern beseitigen die Nahrungskonkurrenz.
Ja das vor 2 Jahren eingenommene Antibiotikum kann Schuld sein, das Scheidenmilieu kann immer noch geschädigt sein.

Es gilt also zunächst, die Vagina zu sanieren und die "normalen" Verhältnisse wiederherzustellen - so lautete auch die Frage der Leserin, die unbeantwortet blieb. Der Gang zum Frauenarzt kann NICHT eingespart werden, wie der "Experte" empfiehlt. Nur der Frauenarzt kann den aktuellen Krankheitserreger feststellen und die entsprechende Behandlung einleiten.

Der BILD-Experte verlegt den Intimbereich der Patientin dann auch noch kurzer Hand mal eben in den Darm.

Richtig ist hier, dass auch die Re-Infektionsquellen, d.h. die Quellen einer möglichen erneuten Ansteckung, ausgeschaltet werden müssen. Eine dieser Quellen kann der Darm sein (Leitsymptom: Blähungen). Deshalb kann hier eine Sanierung sinnvoll sein, allerdings wird die oben beschriebene "Selbstbehandlung" kaum zum Erfolg führen, damit werden die Pilze nicht beseitigt, die Therapie kann nur von Ihrem Frauenarzt durchgeführt werden.

Glauben Sie bitte der Laien-Presse nicht immer, schon gar nicht die medizinischen Empfehlungen; Sie könnten schlecht beraten sein und durch Unterlassung einer wirksamen Behandlung Schaden nehmen - fast jede Erkrankung kann chronisch werden.
Allerdings findet man (gleiches Thema) auch gute Artikel: w.

Fragen Sie besser Ihren Frauenarzt!


We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.

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