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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Urogenitalinfektionen

Uro-Genital deshalb, weil die Harnblase in enger Nachbarschaft zum Genitalbereich steht und Infektionen der Frau damit fast immer beide Organsysteme betreffen.

Manche können ein Lied davon singen, für andere ist es eher ein Fremdwort.
Aber: Jede Frau weiß was gemeint ist, fast jede hatte schon einmal eine Infektion.
Heute am häufigsten sind Infektionen mit Chlamydia trachomatis, gefolgt von Gardnerella vaginalis und Candida albicans.

Infektion

(entnommen: Medical Tribune)

Die klassischen Geschlechtskrankheiten Syphilis und Gonorrhoe (besser bekannt als Tripper) spielen heute in entwickelten Ländern keine wesentliche Rolle mehr, obwohl die Syphilis wieder zunimmt (2.275 Fälle in 2002). Auch Trichomonadeninfektionen sind eher selten.

Etwas häufiger sind dagegen Infektionen mit anderen Bakterien und Viren, letztere werden auch mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Und in der Schwangerschaft sind Bakterien die häufigste Todesursache für Neugeborene.

Mikroskop
Aufgespürt werden Krankheitserreger durch Abstriche, die im Mikroskop begutachtet werden und von denen nötigenfalls bakteriologische Keimanzüchtungen erfolgen.
Eine mikroskopische Untersuchung ist deshalb Pflicht jeder gynäkologischen Kontrolle.
Im normalen Abstrich sieht man Milchsäurebakterien (rechts).
Laktobazillen

Weiter wird zur Diagnostik der pH-Wert in der Scheide bestimmt, der mit < 4,5 normal weit im sauren Bereich liegt. Hinzugezogen zur Beurteilung des Scheidenmilieus wird auch die Östrogenisierung der Vaginalzellen, die im Mikroskop beurteilt werden kann, bei einem Östrogenmangel kommt es schneller zu Infektionen. Normal findet man in der Scheide auch etwa 105 bis 108 Laktobazillen (Milchsäurebakterien) pro ml in Form von Stäbchen.
Besteht der Verdacht auf das Vorhandensein von Kranheitserregern und können diese im Mikroskop nicht sicher identifiziert werden, müssen die Keime bakteriologisch angezüchtet werden, um festzustellen, um welche Keime es sich handelt; gleichzeitig wird dabei mit einem Antibiogramm festgestellt, welches Medikament für die Behandlung den größten Erfolg verspricht.

Infektionen mit Chlamydien sind weiter auf dem Vormarsch und deshalb so gefährlich, weil sie zur Unfruchtbarkeit (Sterilität) führen können. Der Erreger selbst ist außerdem außerordentlich schwer nachzuweisen. Bei 5000 Frauen in Berliner gynäkologischen Praxen wurde der Erreger bei 3,6 % aller Frauen gefunden; unverheiratete Frauen mit 3 bis Partner innerhalb von 5 Jahren hatten eine Infektionsrate von 9 %.
Bei einer Routineuntersuchung von 798 englischen Rekruten wurde bei fast 10 % eine Chlamydieninfektion nachgewiesen; nur 12 % der jungen Männer hatten irgendwelche Beschwerden. Vermutlich waren ihre Freundinnen auch betroffen...

Dagegen fällt Gardnerella vaginalis bereits durch einen typischen Fischgeruch auf und wird deshalb auch als "Aminkolpitis" bezeichnet; Amine verursachen den Geruch, Kolptis ist die Entzündung im Genitalbereich.

Krankheitserreger im Scheidenbereich findet man bei 5 bis 30 % aller gynäkologischen Patientinnen und bei 10 bis 20 % aller Schwangeren.

Gehen Sie also regelmäßig zu Ihrem Frauenarzt!

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.


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