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                                       Praxis Dr. med. Erik-C. Miller                                                                                                                                                                  

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Kontrazeption - Familienplanung  mf
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Kontrazeption

dass heißt Verhütung einer Befruchtung des Ei's der Frau durch den Samen des  Mannes, viele Spermien stürmen an
 
Befruchtung  , aber nur 1 Spermium erreicht das Ziel Befruchtung .

Schon  Soranus, ein im alten Rom praktizierender Arzt aus Ephesos hat vor mehr als 1800 Jahren erkannt, dass es besser sei die Empfängnis zu verhüten, als abzutreiben.
Leider wird dieser weise Rat heute nicht immer konsequent befolgt, obwohl dies sehr einfach wäre, denn nur etwa 2 % aller Frauen im gebärfähigen Alter machen weltweit von Verhütungsmitteln Gebrauch!

Der Anfang aller Methoden zur Verhütung (Buch Genesis Kap. 38, V. 9
weiter) war der Coitus interruptus, der Abbruch des Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss.

Allerdings ist dies nun weder dem Liebesakt an sich dienlich,

Liebesakt

noch bietet die Methode ausreichend Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Diese Methode geht auf den biblischen Onan zurück; er war nachweislich der erste, der so verhütet hat. 

Onan

Es ist eins der größten Missverständnisse, hier einen Akt der Selbstbefriedigung zu sehen. Es war anders: Ger, Sohn Jehudas, starb. Nach dem Gesetzt der Torah (Altes Testament) war es die Pflicht des jüngeren Bruders, Onan, die Leviratsehe an seiner Schwägerin Tamar zu vollziehen um den Familiennamen durch Zeugung von Nachkommen weiterzuführen. Dies jedoch wollte Onan keinesfalls, deshalb ließ er, wie es in der Bibel (1. Buch Mose, Genesis, Kapitel 38 weiter) heißt, "den Samen auf die Erde tropfen und verderben". Dafür bestrafte ihn Gott mit dem Tode.

Eine andere, wahrscheinlich sehr alte Verhütungsmethode ist das Hodenbad; der Hoden befindet sich außerhalb des Körpers, da er nicht zu stark erwärmt werden darf, sonst leidet die Spermienproduktion. Die Temperatur des Hodens liegt so fast genau 2 ºC tiefer, als die allgemeine Körpertemperatur. Es gibt Berichte darüber, dass in einigen afrikanischen Stämmen immer noch thermisch verhütet wird, die Männer halten ihre Hoden eine gewisse Zeit in den heißen Sand oder wickeln sich Bandagen aus faulenden Blättern, die sehr viel Wärme entwickeln, um den Hodensack. In arabischen Ländern wird das Sonnenbad bevorzugt und in Indien nehmen Männer 3 Wochen lang täglich für 45 min ein Bad in 45 ºC heißem Wasser, sie sollen dann für 6 Monate unfruchtbar sein.

Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird mit dem PEARL-Index angegeben: Wieviel von 100 Frauen, die ein Jahr lang eine bestimmte Methode anwenden, werden dennoch schwanger.

Wird nicht verhütet, tritt bei 85 von 100 Frauen innerhalb eines Jahres eine Schwangerschaft ein, der PEARL -Index beträgt also "normal" 85; daran haben sich alle Methoden zu messen. Bei der eingangs erwähnten ältesten und auch heute noch immer am häufigsten angewendeten Methode des Coitus interruptus durch den Mann beträgt diese Zahl unter günstigen Bedingungen 18 (statistisch 35); anders ausgedrückt wird etwa jede 5. Frau trotzdem schwanger, die Methode ist also absolut untauglich, bedenkt man, dass mit modernen Kontrazeptiva heute Werte weit unter 1 erreicht werden.

Die älteste erhaltene Beschreibung durch Einführung verschiedener Substanzen (honiggetränkte Tampons aus Akazienblättern)  in die Scheide eine Empfängnis zu verhindern, stammt aus dem altägyptischen Papyri Kahun um 1959 v. Chr. Noch heute werden verschiedenenorts z.B. Zitronenscheiben appliziert oder auch Reisschleim mit Kochsalz; erstaunlicherweise sind diese Volksmittel z.T. sehr wirksam. Moderne chemische Verhütungsmittel wirken in erster Linie spermizid; sie liegen in Form von Tabletten, Zäpfchen, Ovula, Cremes, Schaum oder Sprays vor und werden ca. 5 - 10 Minuten vor der Kohabitation in die Vagina eingebracht. Ihre Versagerquote liegt zwischen 6 und 36.
Scheidenspülungen, auch mit Zusatz von Chemikalien, die früher - und auch heute noch hier und da - zur Anwendung kamen, bieten keinen diskutablen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft ( PEARL -Index 31). Die "Bidet's" dafür trifft man in älteren Hotels noch gelegentlich an.  
 

Der am weitesten verbreitetste Vertreter der sog. Barriere-Mittel ist das Präservativ oder Kondom; wir und die Engländer nennen es "Pariser" und die Franzosen "Londoner". Richtiger wäre "Italiener", denn dieses älteste mechanische Verhütungsmittel wurde erstmals von dem italienischen Professor der Anatomie und Gynäkologie Fallopio 1564 beschrieben, allerdings nicht zur Verhütung, sondern zur Vermeidung von Genitalinfektionen.
Eine ähnlich große Bedeutung erlangte das Scheidendiaphragma, dass vor etwas mehr als 100 Jahren (1882) von dem Flensburger Arzt Mensinga eingeführt wurde.
Noch Anfang der 1960-iger Jahre (vor Einführung der Pille) war das Diaphragma in den angelsächsischen Ländern (USA, England) das meist empfohlene Verhütungsmittel. Die Idee stammte von dem Berliner Gynäkologen Wilde , der knapp 50 Jahre zuvor die Portiokappe erfand, die sich aber nicht durchgesetzt hat.

Große Bedeutung dagegen hat noch immer die periodische Abstinenz , wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil die katholische Kirche - übrigens als weltweit einzige Religion - ihre Anwendung auch heute noch (!) als einzige geburtenregulierende Maßnahme überhaupt unter bestimmten Voraussetzungen billigt.
Diese Kalendermethode ist als Ogino/Knaus bekannt geworden und setzt einen stabilen (28-tägigen) Zyklus voraus.
Nur welche Frau hat den schon, da der Regelzyklus schon auf kleinste äußere Einflüsse (z.B. Reisen, Stress) mit starken Schwankungen reagieren kann.
Wesentlich sicherer - aber auch sehr viel aufwendiger - sind Temperaturmethoden, die auf dem Anstieg der Basaltemperatur nach dem Eisprung basieren, einem Effekt des Hormons Progesteron, der 1932 entdeckt wurde.

Methoden zur intrauterinen Kontrazeption wurden bereits zur Jahrhundertwende 1909 von Richter angegeben, aber erst von Graefenberg eigentlich eingeführt. Der Intrauterinpessar (IUP oder englisch IUD = Intrauterine Device) ist die heute weltweit am häufigsten angewendete reversible Verhütungsmethode der Frau. Der PEARL -Index der Spirale erreicht Werte unterhalb von 0,5. Das Prinzip dieser Verhütung ist allerdings sehr alt; die Beduinen legten Kamelen Steine in den Uterus, um Schwangerschaften der Tiere beim durchqueren der Wüste zu verhindern.
Schon Hippokrates erkannte die Bedeutung für den Menschen und beschrieb in seinen "Frauenkrankheiten" die Anwendung von "Gegenständen" im Uterus zur Schwangerschaftsverhütung.

Der große Durchbruch gelang aber erst 1958 Pincus mit der Einführung der "Pille", der hormonalen Kontrazeption . Das Geniale war, nicht nur eine höchst zuverlässige Methode (PEARL -Index 0,5) der Ovulationsunterdrückung zu erreichen, sondern gleichzeitig eine menstruationsähnliche Blutung zu erhalten, die von unschätzbarem psychischen Wert für die Frau ist.

Dr. Miller hat selber zum Thema Verhütung publiziert . Für die Verhütung nach einer Schwangerschaft kann bei Schering (E-Mail
) eine Broschüre kostenlos angefordert werden.

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.


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