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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Pilze: Candida albicans

Pilzbefall ist unangenehm und die Behandlung gelegentlich auch langwierig. Allerdings besiedelt von den verschiedenen Pilzen nur Candida albicans Schleimhäute, also beispielsweise die Scheide, Mund und Darm. Diagnostiziert wird er mikroskopisch (Abstrich):

Candida albicans im Mikroskop

Nur in sehr seltenen unklaren Fällen benötigt man eine bakteriologische Kultur.
Behandelt wird ein Scheidenpilz mit der Verabreichung lokaler Anti-Mykotika, also gegen einen Pilz (Mykose) wirkende Arzneimittel. Am besten wirkt hier das altbewährte Nystatin, leider ist es auch am teuersten. Meist verschwindet der Pilz, wenn eine Woche behandelt wird, am besten mit Vaginal-Zäpfchen (täglich 1 bis 2 mal 1 Zäpfchen tief in die Scheide einführen) und Salbe (mehrmals täglich das äußere Genitale behandeln) zusammen.

Manchmal verschwindet der Pilz danach aber nicht, er bleibt hartnäckig. Dies liegt meist an den Re-Infektionsquellen, die nicht beseitigt wurden. Erstens sollte Ihr Sexualpartner mitbehandelt werden, geben Sie ihm etwas Salbe ab, damit er 2 bis 3 Tage seinen Penis behandeln kann.

Weiter ist der Darm eine solche Re-Infektionsquelle. Zwar ist ein Pilz im Darm sehr häufig anzutreffen, nimmt er überhand, kann er also von der körperlichen Abwehr nicht mehr unter Kontrolle gehalten werden, macht er jedoch Beschwerden. Der Pilz produziert viel Luft, das ist unangenehm, wenn die Winde ständig abgehen und manchmal auch schmerzhaft. Dem Pilz im Darm ist nur durch eine längere Therapie (mindestens 14 Tage, meist braucht es mehr Zeit) mit Amphomoronal® beizukommen. Das Medikament wird vom Körper nicht aufgenommen, es ist quasi eine Salbenbehandlung der Darmschleimhaut.
Zur Rezidivprophylaxe bei sehr hartnäckigen Fällen sollte wöchentlich einmal eine Einmaldosis von 200 mg Fluconazol oder Itraconazol über mindestens 20 Wochen eingenommen werden, auch eine Dauermedikation ist möglich.

Immer wieder anstecken kann man sich natürlich auch an der Wäsche. Während Bakterien einen Waschmaschinengang von 60o C kaum überstehen, fühlt sich der Pilz bei diesen Temperaturen erst so richtig wohl. Es bedarf 135o C bzw. im trockenen Milieu sogar 180o C um ihn sicher zu beseitigen. Das schaffen Sie nur durch feuchtes Bügeln oder Mangeln. Und das geht mit Nylonunterwäsche natürlich auch nicht.

Candida kann natürlich auch an anderen Körperstellen vorkommen: Auf der Haut und unter den Nägeln, meist in Gesellschaft anderer Pilze. Die Behandlung ist hier entsprechend langwieriger, Nagelpilz nicht unter 1/2 Jahr.

Kann man sich vor Pilzbefall schützen? Ja, man kann.
Im Wasser jedes Schwimmbads - nicht Flüsse oder Seen - findet man einen Pilz, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen werden diese Analysen nicht publiziert. Wenn Sie nach jedem Badegang den noch oberflächlich und aussen sitzenden Pilz mit einer Salbe attackieren, bleiben Sie verschont.
Pilz (Candida) findet sich auch auf jedem feuchten Holz, also in jeder Sauna-Kabine. Legen Sie das Handtuch, auf das Sie sich in der Kabine legen oder setzen immer mit der gleichen Seite auf das pilzbefallene Holz und trocknen Sie sich mit diesem nicht nach den Saunagängen ab, sondern verwenden Sie ein anderes Handtuch!

Prinzipiell sollten Sie sonst die allgemeinen Regeln beachten.

We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.

   
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