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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Reiseimpfungen

Zunächst sollten Sie an Hand Ihres Impfpasses Ihren Impfstatus prüfen oder prüfen lassen und eventuelle "Lücken" beseitigen.

Extra-Impfungen für eine Reise richten sich natürlich nach dem Reiseziel.
Für Europa, besser die EU-Staaten, brauchen Sie natürlich im Regelfall keine weiteren Impfungen, falls Sie alle für Deutschland empfohlenen Impfungen haben.

Aber Achtung: Auch hier gibt es gelegentlich Ausnahmen: Im Sommer 2002 grassierte in Italien eine Masernepidemie. Allen Nichtgeimpften wurde dringend empfohlen, für Reisen nach Italien eine Masernimpfung nachzuholen.

Welche Impfungen brauchen Sie in Europa, auch Osteuropa?
Am Mittelmeer lauert in den Hotelpools die Poliomyelitis (Kinderlähmung). Die Hauptausbreitungsgebiete hier:

Poliomyelitis-Verbreitung

In Russland und den ehemaligen Staaten der Sowjetunion (Ukraine usw) grassiert die Diphtherie. Allerdings können Sie sich bereits in der U-Bahn in München anstecken, in allen Städten leben heute viele Aussiedler aus diesen Staaten, die Besucher kommen noch dazu.

Wenn Sie im Urlaub - oder zuhause! - viel in der freien Natur sein werden und mit Erde in Kontakt kommen: Eine Impfung bzw. Auffrischung gegen Tetanus sollte nicht fehlen.

Wer viel in Süddeutschland in den Donauauen wandert bzw. in ähnlichen Risikogebieten (Albanien, Baltikum, Frankreich, GUS-Staaten, Norwegen, Polen, Österreich, Rußland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien und Ungarn) urlaubt, dem ist dringend eine  FSME-Impfung (Totimpfstoff) anzuraten. Hier die Risikogebiete für Deutschland:

FSME-Verbreitung

Die Frühsommer-Meningo-Encephalitis ist eine gefährliche Viruserkrankung, die bei 4 % aller Infektionen ausbricht und das Gehirn schwer schädigt. Das FSME-Virus infiziert Zecken (auch Holzbock genannt) und diese übertragen die Infektion dann durch Biss auf den Menschen. Zecken fallen nicht wie viele irrigerweise glauben von Bäumen auf Personen herab, sie befinden sich vielmehr in Bodennähe - Gebüsch, niedere Gewächse, Gras - bis etwa Kniehöhe, so dass entsprechende Beinkleider und Schuhwerk bereits einen guten Schutz bieten.

FSME

Nach einem Zeckenbiss sollten Ungeimpfte sofort (innerhalb von 48 Std.) einen Arzt aufsuchen. Er wird Ihnen dann ein Immunglobulin verabreichen, dass zumindest 50 - 60 %-igen  Schutz verleiht. Besser ist ein Impfschutz, seit neuestem wieder ab dem 2. Lebensjahr. Die Impfung erfolgt in 3 Teilgaben: die Zweite 28 - 90 Tage nach der Ersten, die dritte nach 9 - 12 Monaten. Nach etwa 3 Jahren erfolgt jeweils eine Auffrischung. Der Impfschutz ist zuverlässig und tritt etwa 14 Tage nach der 2. Teilimpfung ein. Die Zahl der FSME-Fälle hat sich im Jahr 2001 mit 253 Fällen im Vergleich zum Vorjahr immerhin verdoppelt,
2003 waren es 270 Fälle, der Anstieg war weniger dramatisch.

Weiter wichtig sind die Impfungen gegen Hepatitis A und B (Totimpfstoffe). Beides sind reine Reiseimpfungen (Ausnahme: Hepatitis B bis zum 18. Lebensjahr), die Kosten muss jeder selbst tragen.

Geimpft wird sinnvollerweise mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B gleichzeitig. Vor Reiseantritt muss 2 mal im Abstand von 4 Wochen geimpft werden. Nach weiteren 6 Monaten erfolgt eine Auffrischimpfung. Spätere Auffrischungen werden vom Antikörpertiter gegen Hepatitis B (Entnahme eine Blutprobe 3 Monate nach der letzten Impfung) abhängig gemacht. Die nächste Auffrischimpfung ist spätestens nach 8 - 10 Jahren fällig.

Die Übertragung der Hepatitis B erfolgt über zwischenmenschliche Kontakte jeder Art (Körperflüssigkeiten): Küssen, Sex, engere Hautkontakte, medizinische Behandlungen (Spritzen, nur im Ausland, in Deutschland wird praktisch ausschliesslich Einwegmaterial verwendet). Die Infektion lauert praktisch überall, insbesondere natürlich bei Fernreisen. Effiziente Behandlungsmethoden gibt es eigentlich nicht, etwa 10 % der Erkrankten entwickeln eine Leberzirrhose mit entsprechend geringer Lebenserwartung.

Hepatitis B-Virus: HepatitisB-Virus   HepatitisC-Virus  Hepatitis C-Virus

Ganz ähnlich wird auch die noch gefährlichere Hepatitis C übertragen, hier kann noch nicht geimpft werden. Deshalb gilt auch für Hepatitis B-Geimpfte: Riskantes Verhalten vermeiden. Hier die Hauptinfektionsgebiete:

Hepatitis B-Verbreitung

Anders Infektionen mit Hepatitis A. Diese wird vor allem unter unhygienischen Bedingungen (Speisen, Wasser, auch Leitungswasser) übertragen; besonders gefährlich sind auch Muscheln im Restaurant, die zu 40 % Überträger dieser Infektion sind! Die Krankheit verläuft akut und heftig, heilt aber nahezu  immer vollständig aus. Allerdings waren Ihre Ferien dann kein Urlaub. Ein erhöhtes Hepatitis A Risiko findet sich in Südosteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika. Wieder also auch in den bevorzugten Reisezielen deutscher Urlauber. Der Impfschutz tritt innerhalb von 10 Tagen nach der ersten Impfung ein, der Impfschutz hält mit einer Auffrischung nach 6 Monaten mindestens 10 Jahre an. Hier die Hauptinfektionsgebiete:

Hepatitis A-Verbreitung

Üblicherweise gibt man heute einen Hepatitis A/B Kombinationsimpfstoff, die 3 nötigen Injektionen für die Grundimmunisierung kosten etwa € 230,-, die meisten Privatversicherer übernehmen diese Kosten allerdings stillschweigend.

Für Fern- und Abenteuerreisen werden in aller Regel weitere Impfungen benötigt.


We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.

   
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