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Praxis Dr. med. Erik-C. Miller |
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Reisetipps
Dauermedikamente:
Beachten Sie eventuelle Zeitverschiebungen, dies kann für die
Einnahme mancher Medikamente von Bedeutung sein, z.B. bei der
Anti-Baby-Pille. Passen Sie die Einnahmezeiten bereits zu hause
schrittweise an die geänderten Zeiten an, so dass Sie am
Urlaubsort die Medikamente wieder zu Ihren gewohnten Zeiten einnehmen.Medikamente gegen Übelkeit: Werden Sie von Reiseübelkeit geplagt, können Sie bereits vor Fahrtbeginn ein entsprechendes Medikament einnehmen. Bei plötzlicher Übelkeit helfen schnell wirksame Kaugummi-Präparate. Doch Vorsicht: Viele dieser Wirkstoffe machen müde. Eine Ausnahme ist das verschreibungspflichtige Scopolamin, das als Pflaster auf die Haut geklebt wird. Gegen andere Ursachen von Übelkeit wirkt das ebenfalls verschreibungspflichtige Metoclopramid. Medikamente gegen Durchfall: Um Durchfall vorzubeugen, beachten Sie die Grundregeln der Nahrungsmittelhygiene. Ist kein Trinkwasser erhältlich, entkeimen spezielle Desinfektionsmittel das vorhandene Wasser. Starker Flüssigkeitsverlust ist die größte Gefahr bei Durchfall, besonders für Kinder und Schwangere. Die wichtigste Maßnahme ist daher der Ersatz von Wasser und Salzen, die der Körper verloren hat, mit einem Elektrolyt-Pulver. Übrigens: Das alte Rezept "Cola und Salzstangen" ist ungeeignet und kann den Durchfall sogar verschlimmern. Besser im Notfall: Je einem halben Liter abgekochtem (!) Wasser einen halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffel Traubenzucker zugeben und davon drei Liter am Tag trinken. Loperamid stoppt Durchfall sofort. Es ist jedoch nur sinnvoll um gefährlichen Wasserverlust zu bremsen oder um kurzfristig eine Busfahrt überstehen zu können. Sonst bleibt der Erreger weiter im Darm. Als Alternative auch für Kinder geeignet sind Präparate zum Aufbau der Darmflora. Kohletabletten haben ihre Bedeutung bei der Durchfallbehandlung verloren. Medikamente gegen Verstopfung: Verstopfung wirken Sie am besten entgegen, indem Sie genügend trinken und ballaststoffreiche Nahrung essen. Eine große Portion Obst mit getrockneten Pflaumen, Feigen, Melonen oder reifer Papaya schmeckt und wirkt. Haben Sie mit diesen einfachen Maßnahmen keinen Erfolg, ist für kurze Zeit ein mildes Abführmittel hilfreich. Medikamente gegen Allergien: Insektenstiche oder Allergien können lästigen Juckreiz hervorrufen. Zur Auswahl stehen entsprechende Arzneimittel zum Einnehmen oder zum Einreiben. Medikamente zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen: In erster Linie sind Erste-Hilfe-Maßnahmen wichtig. Zur Schmerzlinderung und Abschwellung bewähren sich entzündungshemmende Medikamente. Bei anhaltenden starken Schmerzen und Schwellungen müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Medikamente gegen Schnupfen: Wenn Sie Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlen-Entzündung haben, verhindern abschwellende Nasensprays bei einer Flugreise Ohrenschmerzen oder gar Innenohrschäden. Medikamente gegen Halsschmerzen: Bei Halsentzündungen können Medikamente mit desinfizierender Wirkung Linderung bringen. Oft ist in diesen Medikamenten noch zusätzlich ein schmerzstillender Wirkstoff enthalten. Bei starken Schmerzen und Fieber sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Medikamente gegen Augenbeschwerden: Staub, Wind oder Licht verursachen auf Reisen häufig Bindehautentzündungen. Lindernd wirken abschwellende Augentropfen. Auch so genannte künstliche Tränen helfen bei leichter Reizung und Augentrockenheit. Ist die Augenreizung allergisch bedingt, helfen antiallergische Augentropfen. Sonnenschutzmittel: Sie sollten in fast alle Reisegebiete ein gutes Sonnenschutzmittel mitnehmen. Damit vermeiden Sie nicht nur einen lästigen Sonnenbrand, Sie beugen so auch möglichen Langzeitfolgen wie Hautkrebs vor. Die Stärke des Sonnenschutzmittels wählen Sie entsprechend Ihrem Reiseziel und Hauttyp aus. Der Lichtschutzfaktor gibt ab, wieviel länger Sie in der Sonne bleiben können als ohne., das sind je nach Hauttyp 5 bis 20 Minuten. Mit Lichtschutzfaktor 10 also 10 mal so lange, also 1 bis 3 Stunden. Textilien sind ein guter Sonnenschutz. Insekten abweisende Mittel (Repellentien): Ein guter Schutz vor Insekten ist in Gebieten wichtig, in denen Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder die japanische Enzephalitis verbreitet sind. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird der Wirkstoff Bayrepel empfohlen. Er ist in Deutschland nur im Präparat Autan® enthalten. Mittel auf der Basis ätherischer Öle wie Teebaumöl, Zitronenöl, Nelkenöl oder Kokosöl haben eine schwächere und kürzere Wirkung und sind daher in solchen Risikogebieten nicht zu empfehlen, halten unsere Mücken aber relativ gut ab. Beachten Sie diese Hinweise bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke. Top Next |