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Praxis Dr. med. Erik-C. Miller |
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Große Bedeutung dagegen hat noch immer die periodische Abstinenz, wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil die katholische Kirche - übrigens als weltweit einzige Religion - ihre Anwendung auch heute noch (!) als einzige geburtenregulierende Maßnahme überhaupt unter bestimmten Voraussetzungen billigt. Sie beruhen auf der beschränkten Befruchtungsfähigkeit der Gameten (6 - 12 Std. für die Eizelle und 72 Std. für Spermien) und der Tatsache, dass in jedem Zyklus nur ein Eisprung erfolgt. Die Brauchbarkeit dieser Methoden steht und fällt also mit der Zuverlässigkeit der Bestimmung des Ovulationszeitpunktes (Eisprung). Hier liegen auch die Ursachen für die sehr differierenden Versagerquoten. Die Kalendermethode nach Ogino/Knaus setzt einen stabilen Zyklus voraus. Der Eisprung wird bei einem 28-tägigen Zyklus dem 12. Tag zugeordnet. Da eine Zyklusverlängerung fast ausschließlich die erste Zyklushälfte betrifft, müssen die Tage die der Zyklus länger als 28 Tage dauert zum Tag des Eisprungs addiert werden: Eisprung 30-tägiger Zyklus 14. Tag oder bei einem 35-Tägigen Zyklus (35-28=7) Eisprung (12+7=) 19. Tag. Immer aber vorausgesetzt, der Zyklus ist absolut stabil! Nur welche Frau hat den schon, da der Regelzyklus schon auf kleinste äußere Einflüsse (z.B. Reisen) mit starken Schwankungen reagieren kann. Der PEARL-Index liegt deshalb auch nur bei 14 - 40. Wesentlich sicherer - aber auch sehr viel aufwendiger - sind Temperatur methoden, die auf dem Anstieg der Basaltemperatur (rot: im Mittel etwa 0,5 °C) nach dem Eisprung basieren, einem Effekt des Hormons Progesteron. Ihre Sicherheit liegt bei 1, wenn der Verkehr frühestens ab 2. Tag nach dem Temperaturanstieg (grüner Bereich) erfolgt. Vorteile: Absolute Unschädlichkeit und das Unterbleiben aller Manipulationen, die den sexuellen Akt in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnten. Nachteile: Während eines relativ großen Zeitraums muss sexuelle Enthaltsamkeit geübt werden, ein Nachteil gerade für junge Paare. Wendet man in der ersten Zyklushälfte bis zum Eisprung eines der anderen Verhütungsmittel an, so bietet sich hier eine durchaus auch heute brauchbare Alternativlösung für alle die Frauen an, bei denen moderne Kontrazeptiva kontraindiziert oder unerwünscht sind. Eine Möglichkeit der Ergänzung ist die Billings -Methode, die Bestimmung des Eisprungs durch Beurteilung des Zervikalschleims, der zum Zeitpunkt des Eisprungs vermehrt und in anderer Konsistenz (flüssiger und fadenziehender) produziert wird. Diese Veränderungen des Schleims beruhen auf Veränderungen der Hormonproduktion (Östrogene und Progesteron) im Zyklusverlauf. Man kann deshalb auch die Hormonausscheidung im Urin messen, um den Eisprung und damit die fruchtbaren Tage, an denen der Verkehr unterbleiben muss, zu bestimmen. Für diese Tage kann dann wieder eine alternative konventionelle Verhütungsmethode genutzt werden. Es sind eine Reihe von Computern im Handel, die auf diesen Methoden basieren und sie unterschiedlich kombinieren, um die Bestimmung der fruchtbaren Tage so bequem wie möglich zu machen. Gelegentlich werden die hier aufgeführten Methoden auch als "Natürliche Familienplanung" bezeichnet (weiterführende Bücher zum Thema), obwohl dieser Begriff insofern irreführend ist, da so alle anderen Methoden als "nicht natürlich" abqualifiziert werden. Dies ist falsch. We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it. Top Next |