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Praxis Dr. med. Erik-C. Miller |
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Gesund ist nur, wer noch nicht eingehend untersucht worden ist. E. Buckhorn An den Vorsorgeuntersuchungen nehmen leider bislang immer noch nicht alle Teil: Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Teilnehmer nach Alter auflistet: Welche Vorsorgeuntersuchungen oder -maßnahmen können Sie bei Ihrem Arzt erwarten und was bringt Ihnen das ? 1. Gesundheitscheck Ab dem 35. Lebensjahr bezahlt die gesetzliche Krankenkasse alle 2 Jahre einen allgemeinen Gesundheitscheck. Dabei erfolgt eine Überprüfung der wichtigsten Körperfunktionen, einschließlich Inspektion der Haut, Messung des Blutdrucks, des Blutzuckers und einer Kontrolle des Urins mit einem Teststreifen. ![]() (entnommen:
Medical
Tribune)
Problem: Eine Kontrolle der wichtigsten Blutwerte (wie z.B. vor einer Operation) erfolgt nicht. Wer wissen will, wie hoch sein Cholesterinspiegel ist, oder ob die Leberwerte noch im normalen Bereich sind, muss dies selbst bezahlen. Ziel der Untersuchung ist es, schon geringfügige Abweichungen, also den Beginn von Störungen so rechtzeitig zu erfassen, dass mit einer einzuleitenden Therapie schwere und vor allem bleibende Funktionsstörungen - also Krankheiten - verhindert werden können. Um welche Krankheiten geht dabei besonders? a. Diabetes mellitus (Typ II): Die Zuckererkrankung der Älteren (häufig bei Übergewicht und hohem Blutdruck); jeder 10. Mitbürger leidet daran. b. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem hoher Blutdruck (Hypertonie) und Verengung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris) die unbehandelt zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen können, den häufigsten Todesursachen. Und
die Meßgeräte
werden immer raffinierter!Sind Sie gefährdet? Ein 8-Punkte-Check kann Ihnen dabei helfen, Ihr persönliches Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen abzuschätzen. c. Schilddrüse. Ab dem 40. Lebensjahr alle 2 Jahre eine Ultraschalluntersuchung und ein Bluttest (TSH); leider zahlt auch das die Krankenkasse nicht. c. Darüberhinaus wird empfohlen, den Augendruck regelmäßig kontrollieren zu lassen, Gesunde in einem Alter bis 40 alle 3 Jahre, ab dem 40. Lebensjahr mindestens alle 2 Jahre und zusätzlich Augenhintergrund. Diese Untersuchung nimmt aber nur der Augenarzt vor und die Kasse bezahlt es nicht. e. Vergessen Sie auch den Zahnarzt nicht! Die Krankenkasse übernimmt 2 mal jährlich eine Kariesprophylaxe und einmal jährlich die Entfernung von Zahnstein: Nicht vergessen, das Bonusheft mitzunehmen. 2. Krebsvorsorge a. Genitalorgane der Frau einschließlich der Brust Dazu gehört ein Zellabstrich vom Muttermund (Portio) der Gebärmutter (Uterus), auch Pap (nach dem amerikanischen Zytologen Papanicolau) genannt. Die Kosten zahlen die Krankenkassen ab dem 20. Lebensjahr einmal pro Jahr. Hier
werden Veränderungen (Dysplasien) an den Zellen, Vorstufen
von Krebs (Carcinom, Häufigkeit: )
entdeckt,
die durch Humane
Papillom Viren
ausgelöst werden. Mit
einem kleinen chirurgischen Eingriff
(Konisation) kann der betroffene Teil des Muttermundes entfernt werden
(er
wächst wieder nach) und so eine Umwandlung der Zellen in echte
Krebsgeschwülste verhindert werden - eine (nahezu) 100%ige
echte
Vorsorge. Seit kurzem steht auch eine Impfung
zur Verfügung.Weiter wird durch Abtastung die Größe der Gebärmutter und der Eierstöcke bestimmt. Besser ist hier natürlich eine Ultraschalluntersuchung, die bereits geringfügige Veränderungen sichtbar macht, die der digitalen Untersuchung natürlich entgehen: Zysten der Eierstöcke, Myome der Gebärmutter, Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut etc.; Problem: Die Ultraschalluntersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt, die meisten Frauenärzte machen Sie trotzdem unentgeltlich. Zur Krebsvorsorge gehört natürlich auch die Untersuchung (Abtastung) der Brust, nicht erst ab dem 30. Lebensjahr (Vorgabe der gesetzlichen Krankenkassen). Sie
sollten Ihre Brust aber auch
regelmäßig selbst
abtasten , 80 % aller
bösartigen Veränderungen werden von
den Frauen selbst entdeckt. Brustkrebs
ist mit 23 % die mit Abstand
häufigste bösartige Erkrankung bei der Frau und
verlagert
sich
immer mehr in jüngere Jahre. Jede
8. bis 10. Frau wird
bis zu ihrem 70. Lensjahr einen Brustkrebs bekommen .
Zu
einer sachgerechten Vorsorge
gehören auch ein jährlicher Ultraschall und eine
Mammografie
alle 2 Jahre:
Bei belasteter Anamnese, also wenn Mutter, Schwester oder Tanten an Brustkrebs erkrankt waren, alle 1 ½ Jahre. Bei höher Belastung (2 erkrankte nahe Familienangehörige) kann das persönliche genetische Risiko bestimmt werden. Problem: Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen diese Untersuchungen als Vorsorge nur zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr, alle 2 Jahre. Gefahndet wird nach Zeichen bösartiger Veränderungen, aber auch nach Zysten und Fibromen. Gerade aber Fibrome - werden sie nicht entfernt und in einer größeren Brust sind sie durch Abtasten nicht immer zu entdecken - entarten (wie die Darmpolypen) häufig zu Brustkrebs. b. Bei den Genitalorganen des Manneswird vor allem die Größe der Vorsteherdrüse (Prostata) durch den Enddarm ertastet. Die Kassen zahlen eine Untersuchung pro Jahr ab dem 45. Lebensjahr bzw. bei vorbelasteter Familienanamnese bereits ab dem 40. Lebensjahr. Auch hier besser zusätzlich Ultraschall, der neben der Darstellung des Gewebes auch Größenveränderungen sichtbar macht, die beim Tasten unerkannt bleiben müssen (Wachstum nach innen). Hier können Sie sich selbst testen . Weitere
Informationen zu Erkrankungen der
Prostata können Sie hier nachlesen: .Jährlich einmal sollte die PSA (Prostata Spezifisches Antigen) im Blut bestimmt werden. Ist sie zu hoch oder steigt sie an, ist dies ein untrügliches Zeichen für einen bösartigen Tumor (Häufigste Krebsarzt beim Mann ).Problem: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen weder die Kosten für den Ultraschall noch für die PSA (reine Laborkosten € 20,11). c. Darm Zur Krebsvorsorge gehört auch noch die Untersuchung auf occultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl, einmal jährlich ab dem 50. Lebensjahr (Kassenleistung). Fällt der Test positiv aus, schließt sich eine Darmspiegelung (Coloskopie) an, um die Blutungsquelle aufzusuchen und zu beurteilen; mesit sind das Polypen, die dann entfernt werden:
Schwarz ist das
Gerät zur Spiegelung
(Coloskop)Besser ist es, eine solche Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung auch ohne Blut im Stuhl durchzuführen; die Vorstufen einer Krebserkrankung, Polypen, bluten nicht immer. Die Krankenkasse übernimmt ab dem 55. Lebensjahr die Kosten. Ersatzweise können können Sie auch alle 2 Jahre auf Blut im Stuhl prüfen lassen, allerdings ist dies lange nicht so effektiv, wie eine Darmspiegelung. Bei 12.700 Vorsorge-Koloskopien wurden bei 2.199 der Untersuchten, also fast jedem Fünften, Polypen gefunden, 756 hatten bereits Krebs oder Vorstufen davon. Komplikationen gab es dagegen kaum, nur 3 Patienten mussten wegen Darmverletzungen operiert werden.
Sinnvoll ist, die Untersuchung - dies gilt für Frauen und Männer gleichermaßen - erstmalig etwa im Alter von 50 - 55 Jahren durchzuführen. Gibt es ein Familienmitglied, dass an Darmkrebs erkrankt war, sollte die Erstuntersuchung in einem Alter erfolgen, dass 10 Jahre vor der Entdeckung der Erkrankung bei dem Verwandten liegt. Wurde der Krebs beim Onkel mit 51 Jahren diagnostiziert, sollte die eigene Darmspiegelung also schon im 41. Lebensjahr erfolgen. Bei unauffälligen Befunden wird die Spiegelung alle 10 Jahre wiederholt, weil die Vorstufen eines Darmkrebses, die Polypen, erst nach mehr als 10 Jahren zum Krebs entarten, ganz ähnlich den Fibromen an der Brust. Darmkrebs steht bei Frauen nach der Brust an Nummer 2 in der Häufigkeit, bei Männern steht er an 3. Stelle; Zahlen: .Werden Polypen bei einer Coloskopie entfernt, ist die Gefahr vollständig gebannt. Dagegen kommt eine Therapie bei bereits vorhandenem Krebs mit Darmblutungen immer spät und fast immer zu spät; die Prognose ist denkbar schlecht. Problem: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen den Test auf Blut im Stuhl erst ab dem 50. LJ (bis zum Jahr 2002: 45. LJ) und die Darmspiegelung als Routine-Vorsorge seit dem Jahr 2002, aber erst ab dem 57. Lebensjahr - immerhin ein Anfang. ![]() (entnommen:
Medical Tribune)
d. Haut Die Bayerische Sozialministerin hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt aufgefordert, ein Hautkrebsscreening in die Leistungspflicht der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufzunehmen; dies ist für Frauen unter 50 Jahren der dritthäufigste Krebs: ![]() Von 20.000 Untersuchten (Durchschnittsalter 36 Jahre) liegt eine Auswertung vor: 270 Verdachtsfälle auf malignes Melanom (bösartiger Hautkrebs), etwa 1,35 %. Bisher zahlt diese Untersuchung, die vor allem Risikopatienten einmal jährlich empfohlen wird, Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht. 3. Impfungen
Auf die immense Bedeutung der Impfungen und damit die Kontrolle des Impfstatus und der regelmäßigen Impfauffrischungen, haben wir an anderer Stelle hingewiesen
.Problem: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nicht für die Beratung und Durchführung von Reiseimpfungen. 4. Anti-Aging
Eine weitere Möglichkeit der Vorsorge ist die rechtzeitige Einnahme von Sexualhormonen, Östrogen (für die Frau) bzw. Testosteron (für den Mann), denen eine zentrale Bedeutung für den Erhalt der Gesundheit zukommt und die den Alterungsprozess entscheidend positiv beeinflussen, s. dort
.We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it. Top Next |