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 Praxis Dr. med. Erik-C. Miller 
                                                                                                                                                                                                                                                                                         

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Virusinfektionen

Für eine ganze Reihe von Genitalinfektionen sind Viren verantwortlich:

1. Humanes Papillom Virus (HPV), bisher sind 80 Untergruppen bekannt

HPV

a. Condyloma accuminata (Feigwarzen)

Erreger: Untergruppen  6, 11 und 42
Häufigkeit in der Bevölkerung (Prävalenz): 1-2 %
Übertragung: Sexuelle Kontakte, Schmierinfektionen, gemeinsames Baden (Wanne), im Kindesalter: Missbrauch!
Therapie: 0,5 %ige Podophyllotoxin-Lösung oder 5 %ige Imiquimod-Creme (in der Schwangerschaft: Trichloressigsäure), CO2-Lasertherapie, Elektro- oder Kryo-Chirurgie.
Bes. Risiken: Entartung zu Krebs
Schutz: Impfung.

b. Zervixdysplasie und -karzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Erreger: Untergruppen 16, 18, 31 und 45
Häufigkeit: Jährlich erkranken etwa 6 bis 8 Tausend Frauen neu, 2.600 sterben pro Jahr an den Folgen dieses Krebses, 85 bis 90 % aller Frauen infizieren sich mindestens 1 mal in ihrem Leben.
Übertragung: wie bei a)
In 70 % aller Fälle lösen den Krebs die Untertypen 16 und 18 aus, danach folgen 45 und 31. Impfstoffe mit dem Adjuvans AS04 verhindern auch Infektionen mit den 2 letztgenannten Untertypen.
Diagnostik: Krebsvorsorgeabstrich (Pap) - mindestens 1 x pro Jahr
Therapie: Konisation
Schutz: Impfung.

2. Herpes simplex Virus (HSV)

a. Herpes genitalis

Übertragung: unklar, aber steigenede Zahlen im Zusammenhang mit der sexuellen Aktivität.
Häufigkeit: große Unterschiede in der Verbreitung: Deutschland in 8,3 %, USA 21,8 % und Schweden 33 %,
Therapie: Aciclovir täglich 5 x 200 mg als Tabletten

Herpes

b. Herpes zooster (im S3-Dermatom = Gesäß)

Herpes zooster

Übertragung: unklar (nicht ansteckend)
Therapie: Aciclovir täglich 5 x 800 mg als Tabletten
Schutz: Eine Impfung steht noch nicht zur Verfügung

3. HIV - AIDS

Übertragung: Sexuelle Kontakte (Homosexuelle), auch Küssen, Schmierinfektionen, Spritzen und Kanülen (Drogensüchtige), Blutkonserven (Bluter); eine Übertragung durch Insekten wäre zwar theoretisch möglich, ist indes noch nie beobachtet worden und wird heute als unwahrscheinlich ausgeschlossen.
Weltweit 40 Millionen Infizierte, davon allein in Afrika jeder Dritte Einwohner. Jährlich werden 3,4 Millionen Neuinfektionen gezählt. Täglich kommen 200 infizierte Neugeborene auf die Welt:

Statistik

Schutz: Als Schutz werden allgemein Kondome empfohlen und die Vermeidung riskanter Sexualkontakte. Neu ist eine Vaginalsalbe mit einem virushemmenden Protein, die bei Affen bereits erfolgreich getestet wurde und Ansteckungen sicher verhinderte. Eine Impfung steht noch nicht zur Verfügung.

HIV

4. Hepatitis Virus B und C - Hepatitis, Leberzirrhose

Übertragung: Sexuelle Kontakte (Homosexuelle), auch Küssen, Schmierinfektionen, Spritzen und Kanülen (Drogensüchtige), Blutkonserven
Wesentlich häufiger als HIV. Therapie ist möglich und effektiv.
Schutz: Impfung bei Hepatitis B, Vermeidung riskanten Sexualverhaltens.


We regret that at the moment not yet all left and above in the task bar in English for the order; we operate on it.

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