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Praxis Dr. med. Erik-C. Miller |
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Die Saison für die Frühsommer Meningoencephalitis (FSME) hat wieder angefangen! Achtung:
Zeckenbiss
![]() Jeder Zeckenbiss, gerade jetzt, kann gefährlich werden: Zecken übertragen die Frühsommer Meningoencephalitis ( FSME ), eine gefährliche Viruserkrankung, sowie andere Infektionen, insbesondere Borreliose und - die weniger gut erforschte - Ehrlichiose. Gegen die FSME kann man sich durch Impfung schützen, gegen Borreliose und Ehrlichiose nicht, letztere sind aber auch nicht so gefährlich und können - so sie rechtzeitig erkannt werden - mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings gibt es für die Borreliose in den USA neuerdings einen Impfstoff, "unsere" Borrelien in Europa sind aber etwas anders und deshalb kann diese Impfung bei uns nicht angewendet werden, ein Impfstoff ist aber in Sicht, er wird aus genetisch veränderten Tabakpflanzen gewonnen. Weltweit stecken sich jährlich mehr als 10.000 Menschen an. In den letzten 10 Jahren erkrankten in Deutschland 2.200 Personen. 2001 wurden 254 Erkrankungsfälle an FSME gemeldet, das sind doppelt soviel wie im Vorjahr (160); wir registrieren hier also einen ganz enormen Anstieg, der aber 2002 mit nur 236 Fällen nicht rasant weitergeht. Offenbar sind durch die seit 2001 bestehende Meldepflicht deutlich mehr Erkrankungen gemeldet worden, als in den Jahren davor. Bis zum Jahr 2004 wurden in Deutschland jährlich durchschnittlich ca. 250 FSME-Erkrankungen gemeldet, seit dem Jahr 2005 ist die Zahl der gemeldeten Fälle und hier insbesondere in Bayern drastisch angestiegen. So sind im Jahr 2005 deutschlandweit 432 und im Jahr 2006 540 FSME-Erkrankungen registriert worden, wobei nahezu die Hälfte der Meldungen aus Bayern stammen (Jahr 2005: 212, Jahr 2006: 188 FSME-Fälle). Hier die Risikogebiete für Bayern: ![]() Das Hochrisikogebiet befindet sich im Landkreis Passau. Das Risiko nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken liegt bei 1:10.000, für eine Borreliose bei 1:100; von den Zecken sind etwa 0,12 % mit FSME und etwas mehr als 11 % mit Borrelia burgdorferi infiziert. Das FSME-Virus infiziert besonders Zecken im Süddeutschen Raum, aber Vorsicht: Auch etwas nördlicher kommen gelegentlich Zecken vor, die infiziert sind. Wir hatten gerade einen aktuellen Fall aus dem Raum Frankfurt/Gießen: ![]() In 4% aller Infektionen kommt es zum Ausbruch der Erkrankung, die praktisch - wie jede andere Virusinfektion auch - nicht zu behandeln ist. Prüfen Sie deshalb in Ihrem Impfpass , ob die Auffrisch-Impfung fällig ist; wenn die letzte Impfung 3 Jahre zurückliegt, ist es wieder soweit. Wer noch nie geimpft wurde, sollte dies jetzt nachholen. Die Kosten werden nicht von allen Krankenkassen übernommen, auch nicht von einigen Privatversicherern; die DKV übernimmt die Kosten nicht, die Primärkassen Brandenburgs und die AOK zahlen nur, wenn der Versicherte in einem Risikogebiet wohnt, z.B. Bayern). ![]() Sollten Sie von einer Zecke erwischt werden, bevor Sie geimpft sind: Sofort (innerhalb von 48 Std.) zum Arzt; er kann Ihnen ein Immunglobulin spritzen, dass wenigstens einen 50-60 %igen Schutz bietet. Die Fa. Baxter hat eine Serviceline geschaltet: 0800-8426822, die Internetseite erreichen Sie hier: .Für die Kinder hat die Firma eine besonders hübsche "Zeckenschule" ins Netz gestellt, sehenswert: ![]() Nach entsprechenden Wanderungen: Entfernen Sie die Zecke sofort! Der Arzt benutzt dazu diese Zange:
.Sie brauchen keine, eine Pinzette tut es auch. Denn: Zu einer Übertragung von Borreliose kommt es nur, wenn die Zecke bereits länger als 12 Stunden beißt. Bedenken Sie, dass Zecken wesentlich häufiger mit Borreliose infiziert sind, als mit FSME. Jede 3. bis 10. Zecke ist infiziert. Die Borreliose wird auch Lyme-Borreliose genannt - in Lyme [Connecticut, USA] wurde sie erstmals festgestellt; allerdings gibt es, wie man jetzt festgestellt hat Unterschiede, in den USA vorkommende Borrelien unterscheiden sich von den bei uns lebenden, deshalb funktioniert die amerikanische Impfung bei uns nicht. Handeln Sie also rechtzeitig, Sie wissen ja: Wer zu
spät kommt,
den bestraft das Virus - eventuell
!
Nehmen
Sie zur Impfung Ihren Impfpass
mit und lassen Sie auch
überprüfen, ob Ihr
Impfstatus
noch aktuell ist.
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